Regionalmeisterschaften Nord der U18
in Göhrde/Nahrendorf
Männliche U18
verpasst nur knapp DM Teilnahme
Nachdem sich auch
in diesem Jahr beide U18 Mannschaften des Leichlinger TV für die
Norddeutschen Meisterschaften qualifizierten, nahm in diesem Jahr „nur“
die männliche
U18 an dieser Meisterschaftsrunde teil.
Die weibliche
Jugend entschied sich in diesem Jahr für die Aufstiegsspiele zur Zweiten
Bundesliga der Frauen, welche zeitgleich auf der Sportanlage in
Leichlingen ausgetragen wurde. „Wir mussten uns leider für ein Event
entscheiden“, so die Mannschaftsführerin Susanne Weber. „Perspektivisch
entschieden wir uns für den möglichen Aufstieg in die
zweite Bundesliga, aber die Mädchen wären auch gerne zu den Norddeutschen
Meister-schaften gefahren, zumal es für einige die letzte Möglichkeit
bedeutete nochmals in der Jugendklasse national aufzutreten, bevor sie in
der kommenden Saison in die Frauenklasse wechseln!“
So entschieden sich
die Verantwortlichen in diesem Jahr mit nur einer Mannschaft an den
Norddeutschen Meisterschaften teilzunehmen. Umso größer war die
Motivation, vielleicht
für eine Überraschung zu sorgen. Im Vorfeld zur Meisterschaft gab es
einigen Gesprächs-bedarf auf Grund der geänderten Regularien, welche für
größeren Diskussionsstoff bei den beteiligten Vereinen sorgten. Jugendwart
Andreas Weber betonte auch noch nach der Meisterschaftsrunde, dass hier
noch einige Änderungen diskutiert werden müssen!
Wie in Leichlingen
üblich machte man sich aber trotzdem motiviert und trotzdem gut ge-
launt auf dem Weg nach Göhrde (Nahrendorf). Auf Grund der Ferien war es
nicht leicht,
einen schlagkräftigen Kader zusammen zustellen. Marcel Henke brach seinen
Urlaub vor-
zeitig in Kroatien ab, um sein Team zu unterstützen. Und
Daniel Wissem musste noch
einen Tag vor Reiseantritt in Holland abgeholt werden, um den Kader
ausreichend zu ergänzen. In diesem Zusammenhang ein ganz großes Lob an
Michael Schmalbach und
Sascha Ganster, die sich hierfür sofort bereit erklärten – Danke!!
Auf Grund der
großen Entfernung (ca. 450 km) erfolgte die Anreise bereits am Freitag,
den 06.08.2010. Unterkunft fand man in der Jugendherberge in Hitzacker,
die man bereits bei mehreren Events besuchte. Am Samstag um 12:00 Uhr war
Spielbeginn. Bei herrlichem
Wetter und sonst ebenfalls optimalen äußeren Bedingungen freuten sich die
ca. 12 mitgereisten Fans auf spannende Spiele und sie sollten nicht
enttäuscht werden.
Direkt in der
ersten Begegnung wartete der TSV Essel. Leichlingen begann sehr konzen-
triert und ließen dem Zweitplatzierten aus Niedersachsen kaum eine Chance
zum Spiel-
aufbau. Zu harmlos agierte die ebenfalls junge Mannschaft im Angriff, um
die starke Leichlinger Abwehr ernsthaft zu gefährden. Entsprechen
eindeutig zeigte sich dann
auch das Ergebnis 11:6 und 11:3.
Im direkt
nachfolgenden Spiel gegen den TSV Hagen 1860, dem erstplatzierten aus
West-falen, ging es nun bereits vorzeitig um den Gruppensieg und den
direkten Einzug in das Halbfinale. Die Mannschaft aus Hagen zeigte sich
deutlich stärker. Es entwickelte sich
eine über lange Phasen sehr ausgeglichene Partie, die erst jeweils in den
Schlussphasen
der jeweiligen Sätze für die Rheinländer entschieden werden konnte. Mit
11:9 und 11:7
siegt das Team aus Leichlingen aber dann verdient.
Als Gruppenerster
erreichte die Mannschaft den direkten Einzug ins Halbfinale und reali-
sierte damit die Zielsetzung ihres Trainers
Stefan Weber. Auf Grund
dessen, dass sich in diesem Jahr nur zwei Mannschaften der Nordstaffel für
die diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Kirchenlamnitz (Bayern)
qualifizieren würden stand nun das wichtigste Spiel der Saison bevor. Nur
ein Sieg in diesem Spiel würde das begehrte Ticket bringen!
Als Gegner traf man
nun auf den Wardenburger TV. Der Wardenburger TV war bereits mehrfach
Gegner der Leichlinger, konnte aber bis zum heutigen Tag nie bezwungen
werden! Obwohl im Durchschnittsalter ca. 1,5 Jahre jünger als die
Niedersachsener war
das Team des LTV nicht chancenlos. "Auch unsere Mannschaft hat sich
kräftig weiter-entwickelt“, so Trainer
Stefan Weber vor der
Begegnung.
Leichlingen begann
mit einem druckvollen Service von
Sascha Ganster, und auch auf
den übrigen Positionen zeigte man sich äußerst konzentriert. Die
Niedersachsener sicherlich überrascht zeigten sich sichtlich beeindruckt.
Mit 11:8 hatte der Favorit dieser Begegnung das Nachsehen. Im Kreis der
Fans des LTV schöpfte man Hoffnung. Sollte die Überraschung möglich sein?
Leider verlor die Mannschaft im zweiten Durchgang den so genannten „roten
Faden“. Der Service wurde deutlich schwächer, in der Abwehr und auch auf
den übrigen Positionen stellten sich unnötige Fehler ein. So ging der
zweite Satz deutlich an die Niedersachsener mit 4:11. Leider konnte die
Mannschaft auch im dritten Durchgang nicht
ihre Möglichkeiten umsetzen. Wardenburg nutzte jede sich bietende Chance
zum Punkten
und gewinnt auch den dritten und entscheidenden Durchgang verdient mit
5:11 aus Leich-
linger Sicht.
Es blieb nun „nur
noch“ das Spiel um den undankbaren dritten Platz, denn selbst ein Sieg
würde nicht zur DM Teilnahme reichen. Trainer
Stefan Weber reagierte sofort
und brachte
mit Blick auf die bevorstehenden Bundesmeisterschaften der U16 nun Marcel
Henke und Maurice Zabka in der Abwehr,
beide sollten hier nun noch mal die Gelegenheit bekommen
sich auf hohem Niveau zu präsentieren. Nach wenigen Minuten musste dann
noch Sascha Ganster verletzt ausgewechselt werden, so spielte man komplett
mit einer U16 Mannschaft.
Beide Mannschaften
zeigten eine tolle Begegnung, in der besonders die Abwehrszenen für
Beifall des Publikums sorgten. Spannende und sehr umkämpfte Ballwechsel
sorgten für reich-
lich Zuschauer am Spielfeldrand, was beide Mannschaften weiter motivierte.
Am Ende einer wirklich sehr sehenswerten Begegnung gewinnt Hagen mit 11:8,
8:11 und 13:11.
„Wir sind mit dem
Abschneiden unserer Mannschaft durchaus nicht unzufrieden“, so Trainer
Stefan Weber am Ende des abgelaufenen Tages. „Am Ende war es
wahrscheinlich der Trainingsmangel einiger Spieler, welches in der
entscheidenden Phase insbesondere gegen Wardenburg zu den unnötigen
Fehlern führte. Das ist auch immer das Problem dieser Meisterschaftsrunde.
Für uns Rheinländer finden diese Spiele immer in den Sommerferien statt.
Es fehlen in der Regel immer 1-2 wichtige Spieler, und die anderen kommen,
selbst wenn die Eltern nach Faustball geplant haben, gerade 1-2 Tage
vorher aus dem Urlaub.
So kann man eigentlich nicht von einer ausreichenden Wettbewerbsfähigkeit
sprechen!
Auf diesem Niveau entscheiden Nuancen und im Spiel gegen Wardenburg war es
heute sicherlich so. Denn dass wir durchaus gewinnen können, das haben wir
gesehen.
Wir konzentrieren
uns nun voll auf die Bundesmeisterschaften Ende September. In ihrer
Altersgruppe der U16 wird die Mannschaft ein deutliches Wort mit
sprechen!
(Andreas Weber)
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