Für billige Flüge war es leider vier Wochen vor Beginn der WM zu spät, so
entschieden wir
Die WM startete am Mittwoch den 21.07.2010 und sollte vier Tage später am
Sonntag den 25.07.2010 mit den Finalspielen beendet werden. Wir reisten
bereits einige Tage vorher an. Nachts (von Freitag auf Samstag) um 22:00
Uhr war Abfahrt und uns stand eine katastro-phale Anreise bevor. Wo kamen
nur diese ganzen Autos her??? Nach knapp 17 Stunden Fahrzeit und einem
Unfall auf der A7 in Frankreich, als ein Belgier einen Franzosen im
Stau-ende auf meinen A6 schob, kamen wir endlich in Spanien an. Zum Glück
nahm mein Auto
Nachdem wir uns in den ersten Tagen akklimatisieren konnten, sprich die ersten Sonnen-brände wurden gepflegt, reiste die männliche und weibliche Nationalmannschaft am Montag ebenfalls an und bezog Quartier. Am Mittwoch um 18:00 Uhr ging es los. Unsere Jungens hatten noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier ihre Auftaktbegegnung gegen Katalonien, bevor um 20:00 Uhr die Spiele offiziell eröffnet wurden. Natürlich wollten wir die Eröffnungsfeier nicht verpassen, also starteten wir rechtzeitig vom Hotel, denn schließlich mussten wir noch knappe 20 km fahren und das Stadion musste auch noch gefunden werden. Dank Navigationssystem ging das allerdings ganz gut, was man vom Verkehrsverhalten der Spanier nicht so richtig sagen kann. Zweispurige Kreisverkehre ohne Ende, am Anfang habe ich noch versucht herauszufinden, nach welchen Regeln die Spanier diese befahren, das habe ich allerdings nach etlichen Kilometern aufgegeben! Rechts von Rollern oder PKW überholt zu werden, gehörte zu den „normalen“ Gepflogenheiten, auch rote Ampeln störte den ein oder anderen Spanier nicht wirklich!
Dafür das Katalonien erst so eine junge Faustballnation war, gab man sich hier alle Mühe der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu geben. Kräftig unterstützt durch die DFBL, so moderierte die gesamte Veranstaltung u. a. Jürgen Albrecht, lief die WM sehr planvoll ab. Sehr überrascht war ich doch über die Anzahl der angereisten Zuschauer. Alleine fast 100-150 deutsche Fans, natürlich sehr oft Familienangehörige, waren fast über die gesamte Veranstaltung bei fast allen Spielen der deutschen Nationalmannschaft zugegen. Und nicht nur Familien, so traf ich etliche mir bekannte Spieler, viele aus dem Rheinland und aus Niedersachsen. Ganz toll fand ich die Aktion einiger männlichen U21 Spieler, die nach dem Gewinn ihres EM-Titels vor einigen Tagen es sich nicht nehmen ließen, ihre jüngeren Sportkameraden durch ihre Anwesenheit kräftig zu unterstützen. Hier konnte man sehr deutlich sehen, welchen tollen Beitrag unsere Nationaltrainer Roland Schubert und Hartmut Maus für die übergreifende Teamfähigkeit ihrer betreuten Teams leisten. Im Ganzen ist eine kontinuierliche immer „professionellere“ Arbeitsweise in den Nationalteams erkennbar. Neben physiotherapeutischer Betreuung der Teams stieß in diesem Jahr erstmals ein Mentaltrainer zusätzlich zu den Teams.
Die Stimmung während der WM innerhalb der Teams und im Stadion war toll.
Wie zu jeder guten Sportveranstaltung gehört natürlich auch sein eigenes
Lied. Der WM Song dieser Veranstaltung war eindeutig „We no speak
Americano“. Ein tolles stimmungsvolles Lied,
Sportlich zeigten uns die Jungens eine überragende Vorstellung, bei der
ich nie das Gefühl hatte, das die Trainer und ihre Mannschaft nicht „Herr
der Lage“ wären. Höhepunkt der Vorrunde bei der männlichen U18 war das
Spiel gegen die Schweiz, wo sportlich den Zuschauern eine sehr schöne
Partie geboten wurde, auch wenn das Ergebnis einen klaren deutschen Sieger
zeigte. Die Spiele gegen Österreich und auch gegen Brasilien wurden sehr
deutlich durch das deutsche Team bestimmt, zu erwähnen wäre allerdings
noch das 11:0
Wesentlich klarer war hingegen der Finalsieg der weiblichen U18 im Spiel
zuvor gegen Österreich, obwohl das Deutsche Team in der Vorrunde sich
gegen Team Austria noch mit
Noch während des Urlaubes nahmen viele Bekannte mit uns Kontakt auf und überbrachten ihre Glückwünsche, über die wir uns sehr freuten. Julia wurde unmittelbar nach ihrer Rückkehr für einen großen Sonderbericht vom Kölner Stadtanzeiger interviewt. Das Interesse ist und war sehr groß, eine tolle Werbung für unseren Sport.
Am Freitag machten wir uns dann im Auto auf die Rückfahrt. Nach 14 Stunden Fahrzeit hatten wir es dann auch endlich geschafft. Zurückblickend bleibt meiner Familie und mir trotzdem tolle zwei Wochen im Gedächtnis, die ich wahrscheinlich emotional so schnell nicht vergessen werde. - Danke an alle Beteiligten - (Reisebericht von Andreas Weber) >> Seite Ausrichter
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Letzte Änderung am
19.08.2010
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